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Corporate Culture Camp 2019

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Gespannt auf die Veranstaltung Corporate Culture Camp wurden wir bereits bei der Ankunft von Uli Zens begrüßt, die vor einigen Monaten mit adelante ein Coaching zum Thema Digitalisierung durchgeführt hat. Etwa 80 Teilnehmende aus den unterschiedlichsten Branchen trafen sich, um über Unternehmenskultur und die Einflussfaktoren eines Wandels zu diskutieren.
Im ersten Plenum wurden von den Teilnehmenden Themen vorgestellt, über die sie berichten und ins Gespräch kommen wollten. Dies war eine bunte Mischung! So ging es beispielsweise um Fragen, wie Führungskräfte qualifiziert werden können, welche Hoffnungen und Ängste mit den Thema Digitalisierung verbunden sind, wie Teams selbstorganisiert geführt werden können, um Werte und Agilität, um Tools, die Unternehmen einsetzen, um fast philosphische Fragen nach dem Scheitern von Unternehmenskultur, um achtsame Sprache, Resilienz. Im Anschluss an das „Pitching" konnten alle Teilnehmenden ihr Interesse an den Sessions bekunden und es wurde ein Zeitplan erstellt. 4-5 Sessions für je eine Stunde liefen parallel. Insgesamt wurden an den 2 Tagen fast 40 Sessions angeboten. Da hatte man die Qual der Wahl. Glücklicherweise lässt das Format eines Barcamps es zu, dass man auch zwischen einzelnen Themen wechseln kann.
Am ersten Tag nahm ich an einer Session teil, in der über die Führungsqualifizierung in einem großen Unternehmen berichtet wurde. Dabei ging es darum, wie es gelingen kann, jenseits von Zertifikaten im Rahmen der Freiwilligkeit und Nachhaltigkeit Führungskräfte zu qualifizieren. Es wurde unter den Teilnehmenden diskutiert, in welchem Rahmen Freiwilligkeit Sinn macht und welche Hindernisse sich bei diesem Konzept auftun können, wenn einzelne Führungskräfte sich weder reflektieren noch qualifizieren möchten.
Eine andere Session befasste sich mit der Methode „Working out loud". Hier wurde erklärt, wie es gelingen kann, seine Ziele mit Hilfe von verbesserten Beziehungen und Zusammenarbeit erreichen zu können. Diese sehr strukturierte Methode findet weltweit großen Anklang und hat mittlerweile ein großes Netzwerk.
Interessant war der Impuls aus einer weiteren Session, Mitarbeitende mehr nach Motivation und Leidenschaft und nicht nur nach Fähigkeiten einzusetzen, um einen kulturellen Wandel im Unternehmen voran zu bringen. Es ging um die Stärkung der intrinsischen Motivation, um Innovationen aus der Basis heraus im Unternehmen zu integrieren. Whyral ist hier das Stichwort.
Nachdem mein Vorschlag für ein Thema am ersten Tag kein Interesse fand, konnte ich am folgenden Tag mit einigen Teilnehmenden über den Einfluss von Qualitätsmanagement auf die Unternehmenskultur sprechen. Nach einem kurzen Einblick in unsere Tätigkeit und unsere Arbeitsprinzipien und auch die Ausgestaltung unseres Qualitätsmanagements kamen wir in eine angeregte Diskussion darüber, wie es gelingen kann, Prozessabläufe einzuhalten und Verbindlichkeit zu fördern. Es wurde uns die Frage nach unserer Klarheit und Konsequenz gestellt, inwieweit wir auch für die Mitarbeitenden eindeutig genug sind. Gut war zu sehen, dass Personen aus gänzlich anderen Arbeitsfeldern ähnliche Gedanken und Ansatzpunkte wie wir haben, um Verbesserungsprozesse im gesamten Team zu reflektieren und alle mit einzubeziehen.
Neben all den interessanten Themen, die vorgestellt wurden, lebte das Barcamp von den vielen Gesprächen, die sich nebenbei ergaben. Bereits nach einem Tag entstand das Gefühl, mit sehr vielen schon sehr intensiv diskutiert zu haben.
Großartig waren auch die kleinen Methodenbausteine von Verena vom Improtheater Steife Brise. So ist es ihr gelungen, mit einfach wirkenden Übungen einen guten Impuls zu setzen und Denkanstöße anzuregen. Und Spaß haben sie natürlich auch gemacht!
Nicht zu vergessen sind auch die wundervollen Sketchnotes, die von sketchnotelovers (Link: https://www.sketchnotelovers.de/ ) in vielen Sessions gemalt wurden. Ganz wunderbar zum Nachsehen, Nachlesen und Nachspüren.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung! Und wer weiß, vielleicht entsteht ja auch mal so eine Art Barcamp für den Jugendhilfebereich?
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