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Hilfeplanung - ein erstes Resümee

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In diesem Jahr beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema Hilfeplanung. Mit einem Ziel vor Augen kann ich meine eigene Wirksamkeit in meinem Handeln abschätzen. So sprachen wir Anfang diesen Jahres darüber, wie es uns gelingen kann, die Menschen, die wir begleiten, dabei zu unterstützen, ihre eigenen Ziele zu entdecken und zu formulieren. In einem nächsten Schritt nahmen wir Hilfeplanprotokolle genauer unter die Lupe und formulierten zu unterschiedlichen Bereichen Richtungsziele, Handlungsziele und Handlungsschritte.

Aber alles Planen und Denken hilft auch hier nicht, wenn nicht eine Reflexion erfolgt und ein Anpassen an die wirklichen Gegebenheiten. So tauschten wir uns kürzlich aus, inwieweit wir die erarbeiteten Elemente in unsere tägliche Arbeit einfließen lassen konnten und was uns auch daran hinderte, dies zu tun. Wir konnten feststellen, dass wir von unserer Sammlung an "Tipps und Tricks" für das Erstellen eines Berichtes für ein Hilfeplangespräch oder auch für das Hilfeplangespräch selbst profitieren konnten. Es half uns, konkreter mit den jungen Menschen über Ziele ins Gespräch zu kommen und auch in den Hilfeplangesprächen so konkret wie möglich zu werden. 

Wir erleben aber auch, dass es im Alltagsgeschäft mit den begleiteten Menschen schwierig ist, kontinuierlich über die Hilfeplanziele im Gespräch zu bleiben. Dies erfordert eine Metaebene, zu der - bei all den sich in den Vordergrund drängenden Aufgaben - die jungen Menschen häufig nicht in der Lage sind. Nichts desto trotz wird kontinuierlich an den Zielen, häufig der Verselbstständigung, gearbeitet, jedoch wünschen wir uns hier von uns selbst etwas mehr Bewusstheit und Strukturiertheit.

Positiv ist uns aufgefallen, dass das Jugendamt die Ziele konkreter, kleinschrittiger und aus Sicht der Klient*in formuliert.

Wir möchten unser bereits vorhandenes Reflexionsformat, nämlich die regelmäßig stattfindenden Fallgespräche und kollegialen Beratungen, noch einmal bewusster dafür nutzen, die Hilfeplanziele zu besprechen und so konkret wie möglich zu formulieren. Auch werden wir zukünftig in die Berichte für die Hilfeplangespräche die Ressourcen der Betreuten einarbeiten, um unseren Blick und damit auch den der von uns begleiteten Menschen dafür zu schärfen.

Technische Umsetzung unseres Qualitätsmanagements
Hamburg muss handeln