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Konzeptionelle Weiterentwicklung

konzeptionsentwicklung

In diesem Jahr haben wir uns die Überarbeitung unserer Konzeptionen der Hilfen, die wir gemäß §§27ff SGB VIII leisten, vorgenommen. Bereits im Frühjahr überarbeiteten wir in kleinen Teams einzelne Abschnitte und stimmten sie mit dem Gesamtteam ab. Ein Herzstück unserer Arbeit und somit auch der Konzeptionen ist die Frage, mit welchem Grundverständnis wir unsere Arbeit leisten und auch leisten wollen.

Das Konzept des Empowerments trifft und beschreibt unser Verständnis einer zugewandten und befähigenden Sozialarbeit. Darunter verstehen wir, die Klient*innen zu ermutigen, ihre eigenen Stärken und Ressourcen zu entdecken, um diese zur Lösung ihrer Probleme einzusetzen. Damit steht Empowerment in dem Gegensatz zum traditionellen Bild der Klient*innen der Sozialen Arbeit, das oftmals von den Defiziten der Klient*innen ausgeht.

Empowerment geht davon aus, dass jeder Mensch nicht nur Einfluss auf sein eigenes Leben braucht, sondern auch, ungeachtet seiner Fähigkeiten, nehmen kann. Daher steht dieses Konzept u.a. für mehr Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit und Aktivierung der eigenen Ressourcen.

Mittelpunkt unseres Handelns ist es, die Autonomie und Selbstbestimmung der Klient*innen mit ihren individuellen Voraussetzungen zu stärken. Das bedeutet, dass professionelle Hilfen nicht von den Motiven, den Rechten und den Ressourcen von Klient*innen abgekoppelt werden können. Die Haltung des Empowerments ist nicht auf ein bestimmtes Klientel - welches von der Sozialen Arbeit für „fähig" erachtet wird - begrenzt, sondern ist eine grundsätzliche Arbeitshaltung, die sich im Einklang mit der Philosophie des Kinder- und Jugendhilfegesetzes befindet.

Jedes Jahr im Sommer finden wir uns in kleinen Arbeitsgruppen zusammen, um thematisch zu arbeiten. So werden wir dieses Mal die Konzeptionen für die Erziehungshilfen und Hilfen für junge Volljährige reflektieren und überarbeiten.

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