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Nachhaltigkeit in den Betreuungen

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Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt uns auf vielen Ebenen. In der Begleitungsarbeit mit unseren jungen Menschen und Familien bedeutet der Blick auf Nachhaltigkeit immer auch mit der Blick auf die Qualität und die Wirksamkeit unseres pädagogischen Handelns. Als Team von erfahrenen Pädagog*innen stellen wir uns die Frage, wie wir die jungen Menschen, die wir begleiten, gut auf ein Leben nach der Jugendhilfe vorbereiten können. Was ist erforderlich, das eigene Leben eigenständig und unter eigener Regie zu führen? An welche Rahmenbedingungen gilt es, sich anzupassen und was ist veränderbar? Wenn es gelingt, die jungen Menschen gestärkt aus der Jugendhilfe zu entlassen, so dass sie gelernt haben, die Verantwortung für ihr Leben zu tragen und ausreichend Kompetenzen dafür entwickelt zu haben, kann die Hilfe als nachhaltig wirksam bezeichnet werden.

In einem gemeinsamen Workshop zu diesem Thema haben wir uns zunächst drei Themen, die uns regelmäßig beschäftigen vorgenommen, reflektiert und daraus Maßnahmen für die weitere Arbeit abgeleitet. Im Bereich Ökologie und Ökonomie ging es um das Thema Strom, Wasser und Heizung sparen. Im Bereich Soziales beschäftigte uns das leidige Thema Putzen in den Betreuungsstandorten und im Bereich Governance ging es um die Möglichkeiten der "eigenen" Strukturierung (der jungen Menschen). Es stellte sich die Frage, wie es gelingen kann, dass die jungen Menschen den Wert hinter diesen Themen erkennen können und für sich selbst eine Zielsetzung entwickeln können. So erarbeiteten wir in Kleingruppen, welches Ziel mit dem Thema verbunden wird und welche Strategien geeignet sein könnten, um dieses Ziel zu erreichen.

Die Ziele, die für uns mit den obigen Themen verbunden sind, sind ein verbrauchsorientiertes Bewusstsein, ein grundsätzlicher Hygienestandard in der Wohnung, ein Verständnis von komplexen formalen Zusammenhängen und dass die jungen Menschen das bekommen, was ihnen (auch finanziell) zusteht. Unser Anliegen ist es, dass wir als Betreuende ein Sammelsurium aus Ideen und Strategien erhalten, die helfen, die Ziele gemeinsam mit den jungen Menschen zu erreichen. Herausgekommen sind viele neue und alte Ideen, sich Themen, die immer wieder zu Konflikten führen, zu nähern, manches kreativ und manches einfach noch einmal auf kleine Schritte heruntergebrochen.

Ein Instrument, das den jungen Menschen bei der eigenen Lebensstrukturierung helfen soll, haben wir schon lange in unseren Gedanken und unserer Vorbereitung: Einen Arbeitsordner für den jungen Menschen, der ihn während der Zeit bei adelante begleitet. Neben Möglichkeiten, sämtliche Unterlagen geordnet abzulegen, soll er auch Infos beinhalten und durch seinen Aufbau Hilfe sein, wichtige Dinge nicht zu vergessen. Gleichzeitig gibt er auch uns Betreuenden Unterstützung dabei, kontinuierlich mit den jungen Menschen an den Themen zu arbeiten, die schwer fallen und dennoch wichtig sind, um einen Überblick über die Abläufe des eigenen Lebens zu behalten. Wir werden ihn an dieser Stelle vorstellen, wenn er über den Prototypstatus hinausgewachsen ist!

Hilfeplanung - konkreter geht immer
Erfolge feiern