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Psychische Gesundheit zu COVID-19-Zeiten

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Als Träger stehen wir seit Monaten wie viele andere Betriebe vor der Herausforderung, die Ausbreitung der Infektion am Arbeitsplatz zu verhindern. Gleichzeitig sollen wir für unsere Klient*innen weiterhin erreichbar sein und wollen unsere Arbeit qualitativ hochwertig leisten. Damit das Team gesund bleibt, müssen wir einerseits den betrieblichen Hygieneplan und den SARS-Covid-2-Arbeitsschutzstandard umsetzen und andererseits auch die körperliche und psychische Gesundheit der Mitarbeitenden im Blick behalten.

Der üblicherweise an erster Stelle stehende Präventionsgedanke im Arbeits- und Gesundheitsschutz rückt in Corona-Zeiten aufgrund des Krisenmanagements weit nach hinten aber sollte nicht in Vergessenheit geraten.

Face-to-Face Kontakte finden mit unseren Klient*innen, aber auch unter uns als Kolleg*innen wesentlich weniger bzw. auf Abstand und mit Mund-Nasen-Schutz statt. Aktuell ist viel Kreativität gefragt, um den Zustand der physischen Distanz zu überbrücken. Mit Video-Telefonie und -konferenzen geht einiges, aber dennoch ist dieser Umstand der Distanz eine Herausforderung.

In allen Branchen wird deutlich, dass sich die Nöte der Beschäftigten, wie z. B. soziale Isolation im Home-Office, finanzielle Sorgen, fehlende Kinderbetreuung und Home-Schooling oder Angst vor Ansteckung momentan summieren. Es melden sich viel mehr Menschen als sonst bei telefonischen Krisen-Hotlines.

Für Leitungskräfte stellt sich die Herausforderung, ein Team auf Distanz zu führen. Wie gelingt Führung, wenn das Team überwiegend mobil oder im Home-Office arbeitet? Jetzt wird deutlich, welche Führungskräfte die Kompetenzen und genügend Vertrauen zu den Teammitgliedern aufgebaut haben, um die Leistungsfähigkeit am Remote-Arbeitsplatz zu erhalten. Obwohl wir viele Abläufe in den vergangenen Jahren weiter digitalisiert haben, müssen nun auch Prozesse der Zusammenarbeit anders gestaltet und auch der Zusammenhalt des Teams auf Distanz aufrechterhalten werden.

Wir profitieren in dieser Krisenzeit davon, dass wir bereits eine gesundheitsförderliche Kultur leben. Durch unser etabliertes Qualitätsmanagement mit integriertem Arbeits- und Gesundheitsschutz (MAAS-BGW) wird deutlich, dass wir unsere Fürsorgepflicht sehr ernst nehmen. So sorgen wir in der Ausnahmesituation dafür, dass persönliche Ängste und Nöte der Mitarbeitenden thematisiert werden. Das trägt letztlich zur Motivation und (psychischen) Gesunderhaltung bei und schafft trotz physischer Distanz eine gewisse Nähe.

Remote-Feedback-Training
Fortbildung: Teamarbeit und Soziale Arbeit gestalt...