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Wohlbefinden von Kindern in Deutschland - UNICEF Studie

| Tiago Sven Schatz Kuhfuss | Aktuelles
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Wohlbefinden von Kindern in Deutschland - UNICEF Studie

Gemäß der aktuellen internationalen Vergleichsstudie von UNICEF zum Wohlbefinden von Kindern in wohlhabenden Ländern, liegt Deutschland auf Platz 25 von 37. Erneut schneidet damit Deutschland schlecht ab.

"in einigen Ländern mit deutlich geringerer Wirtschaftskraft wachsen Kinder demnach insgesamt unter besseren Bedingungen auf, so in Rumänien (Platz 9), Ungarn (Platz 10) und der Slowakei (Platz 19)." stellt die Redaktion der Tagesschau zusammenfassend fest. Der Bericht zur  Vergleichsstudie von UNICEF findet sich hier https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/unicef-kindeswohl-laendervergleich-100.html

Diese Entwicklung macht fassungslos. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass Bund, Länder und Kommunen massiv im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sparen wollen. Der Paritätische Gesamtverband hat diese Kürzungsliste veröffentlicht und bittet um Unterstützung, gegen diesen massiven Einschnitte vorzugehen. https://www.der-paritaetische.de/themen/bereichsuebergreifende-themen/sozialabbau-stoppen/

In Hamburg erleben wir auch jetzt schon massive Einschnitte im Bereich der Hilfen zur Erziehung. Die Finanzbehörde hat die Fachbehörde vor dem Hintergrund der steigenden Ausgaben im Bereich der ambulanten Erziehungshilfen angewiesen, mit einer Steuerungsverfügung die sog. Fachleistungsstunden (FLS) zu begrenzen. Nur in Ausnahmefällen mit Zustimmung der Abteilungs- oder Fachbereichsleitstung dürfen fallführende Fachkräfte in den Allgemeinen Sozialen Diensten in Familienhilfen mehr als 6 FLS pro Woche verfügen.

Zur Einordnung: mit dieser Stundenanzahl sollen sowohl Hausbesuche incl. An- und Abfahrt, Dokumentationen, Fachgespräche, Teilnahme an Fortbidlungen und Supervision, Kontakte und Gespräche mit involvierten Institutionen u. v. m. mit abgedeckt werden. Das Ganze klingt nach "Weg von den Bedarfen hin zu Kostenbegrenzung" und hat sehr wenig mit Professionalität und Fachlichkeit zu tun. 

Selbstverständlich ist die Frage nach Angemessenheit des Umfangs und Wirkung der Maßnahmen auch im Bereich der Erziehungshilfen berechtigt. Nur wieso dieses nicht mit den Spitzenverbänden und Trägern auf Augenhöhe besprochen wird, erschließt sich mir nicht.