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Teamtage 2023

| Rebecca Ranft | Aktuelles
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Teamtage 2023

Im sonnigen September waren wir gemeinsam mit dem Team unterwegs. Unsere gute Tradition von vor Coronazeiten konnten wir endlich in diesem Jahr fortführen und uns als Team gemeinsam fernab von unserem normalen Alltag mit aktuellen Themen beschäftigen und weiterentwickeln. Wir waren für 2 Tage im schönen Sunder im Landkreis Harburg. Umgeben vom Wald sind wir auf die Spuren von Resilienz, Traumapädagogik und Qualität in unserer pädagogischen Arbeit gegangen.

In den letzten Monaten hatten wir viele Neueinzüge von jungen Menschen in unsere Betreuungsstandorte (trägereigener Wohnraum). Wir beschäftigen uns mit den Fragen, wie können wir den jungen Menschen einen sicheren Ort bieten. Viele kommen aus Kriegsgebieten und haben große Unsicherheiten erlebt. Wie kann es gelingen, dass die Jugendlichen sich bei uns sicher fühlen? Was braucht es in den Wohnungen und was braucht es auch in den Betreuungen? Wie können wir ein sicherer Ort sein, um erlebte Traumata verarbeiten zu können? Dazu haben wir mit unterschiedlichen Methoden gearbeitet, um dann mit den Klient*innen auf kreativer und emotionaler Ebene arbeiten zu können, wie das gemeinsame Zeichnen und Gestalten eines Lebensbaumes.

Ein weiteres großes Thema bei unseren Teamtagen war die Weiterentwicklung unserer Qualität in der pädagogischen Arbeit.

Der Begriff von Qualität leitet sich bei adelante von den drei Grundwerten ab:

  • Empowerment
  • Exzellenz (Qualität)
  • Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie, Soziales und Governance)

Wir haben uns dem Thema über unsere Wirksamkeit in der pädagogischen Arbeit genähert. Wir haben uns gefragt, wann wir in der Betreuungs- und Beratungsarbeit wirksam sind, was Erfolg ausmacht und inwieweit unser Empfinden über die Wirksamkeit mit dem Empfinden der Klient*in übereinstimmt. Eine Besonderheit unserer Arbeit ist die Dreiecksbeziehung zu unserem Auftraggeber, dem Jugendamt. Hier findet die gemeinsame Hilfeplanung mit den jungen Menschen und Familien statt, was nicht immer konfliktfrei vonstatten geht, wenn das Jugendamt eine andere Zielrichtung vorsieht als die Klienten oder wir als ambulante Hilfe. Wir haben uns auch hier mit den Möglichkeiten unserer Einflussnahme und Wirksamkeit beschäftigt. Wie kann es gelingen, eine gemeinsame Hilfeplanung voranzubringen und damit insgesamt die Wirksamkeit der Hilfe erhöhen? Dabei ist es wichtig einerseits die gesetzlichen Grundlagen der Hilfeplanung präsent zu haben und sich gemeinsam mit der Klient*in auf Gespräche gut vorzubereiten und sich gut einzubringen.

Neben der inhaltlichen Arbeit haben wir sehr viel Spaß miteinander gehabt, gemeinsam gegrillt, gespielt und einen bunten Abend gestaltet, bei dem wir ungeahnte Talente einzelner entdeckt haben. Wir sind sehr dankbar für unser Team, wir haben eine gute Energie, um Dinge voranzubringen und im Austausch miteinander zu sein. Es waren tolle gemeinsame Tage!