Wirkungsorientierung bei adelante: Wie wir Jugendliche auf ihrem Weg begleiten

In unserer Arbeit steht immer eines im Mittelpunkt: die individuelle Entwicklung der Jugendlichen. Doch wie messen wir, ob unsere Unterstützung wirklich wirkt? Wie wissen wir, ob die Ziele, die wir gemeinsam gesteckt haben, auch erreicht werden?
Diese Fragen haben uns dazu gebracht, uns intensiv mit dem Thema Wirkungsorientierung auseinanderzusetzen. Wir wollten aber nicht nur theoretische Modelle entwickeln, sondern auch Überprüfen, wie es die Jugendlichen selbst sehen und konkrete Rückmeldungen erhalten.
Unser Wirkmodell basiert auf einem zentralen Baustein: die Beziehung zwischen den Jugendlichen und unseren pädagogischen Fachkräften. Denn nur wenn Vertrauen und stabile Bindung entstehen, können Entwicklungen in anderen Bereichen, wie Schule, Beruf oder soziales Umfeld, gelingen.
Um diese Dynamik besser zu verstehen, haben wir eine strukturierte Befragung entwickelt. Das Besondere daran? Sowohl die Jugendlichen als auch die Betreuenden füllen sie aus. So erhalten wir nicht nur eine Selbsteinschätzung der jungen Menschen, sondern auch eine professionelle Fremdeinschätzung. Ein Vergleich, der uns wertvolle Einblicke gibt.
Die Befragung deckt alle relevanten Lebensbereiche der Jugendlichen ab, wie z.B. Gesundheit, Schule und Beruf, Alltagsbewältigung, soziale Kontakte.
Durch diese breite Ausrichtung können wir individuelle Stärken und Handlungsfelder identifizieren und gezielt daran arbeiten.
Nach der Befragung folgt der wichtigste Schritt: das Gespräch. Zusammen mit den Jugendlichen werden wir die Ergebnisse aus. Dabei passieren oft zwei Dinge:
1. Neue Themen kommen ans Licht: Manchmal zeigen sich Aspekte, die in der Betreuung bislang wenig Beachtung fanden. Das gibt uns die Chance, blinde Flecken zu erkennen und zu bearbeiten.
2. Prioritäten werden gesetzt: Gemeinsam überlegen wir, welche Schritte als Nächstes sinnvoll sind. Was braucht der oder die Jugendliche, um die persönlichen Ziele zu erreichen?
Ein besonders schöner Befund: Die Beziehung zu unseren Pädagog*innen wird durchweg als sehr positiv bewertet. Das bestätigt uns, dass die Basis unserer Arbeit stimmt – und dass Entwicklungen in allen anderen Bereichen darauf aufbauen können.
Natürlich sind die Ergebnisse so vielfältig wie die Jugendlichen selbst. Doch eines wir klar: In unseren Betreuungen werden alle Lebensbereiche angesprochen – und je nah Entwicklungsstand unterschiedlich gewichtet. Mal steht die schulische Förderung im Vordergrund, mal die Stabilisierung des psychischen Wohlbefindens oder die Vorbereitung auf den Berufseinstieg.
Die Befragung und die gemeinsame Auswertung sind für uns wichtige Werkzeuge, um zu prüfen:
Wie wirksam ist unsere Maßnahme? Erreichen wir die gesetzten Ziele?
Denn am Ende geht es um mehr als nur um Zahlen und Daten. Es geht darum, dass die Jugendlichen gestärkt, selbstbewusst und kompetent in ihr Erwachsenenleben starten. Jugendliche, die adelante verlassen, sollen nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Gesellschaft einen wertvollen Beitrag leisten können.