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Qualität in der pädagogischen Arbeit – Definition - Teil 2 von 7

| Sven Kuhfuss | Qualitätsmanagement
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Qualität in der pädagogischen Arbeit – Definition - Teil 2 von 7

Eine mögliche Definition könnte wie folgt lauten:

Qualität in der pädagogischen Arbeit bedeutet, dass die Eigenschaften der „Dienstleistung“ Erziehung im Idealfall mit den Ansprüchen der Klient*innen (Familien, Kinder, Jugendlichen, den Auftraggebenden (ASD) und den Leistungserbringenden (Träger, pädagogische Fachkräfte) übereinstimmen.

Hierbei werden sowohl die (wissenschaftlichen) Erkenntnisse wie z. B. aus der Erziehungswissenschaft als auch die Anforderungen und Bedürfnisse aller involvierten Personen und Institutionen (Stakeholder: Klient*innen, pädagogische Mitarbeitende, Behörden etc.) regelhaft betrachtet und mit einbezogen.

Pädagogische Qualität umfasst alle Maßnahmen, Methoden, Mittel und Regelungen zur Erziehung, welche bewusst eingesetzt werden und dabei das Ziel verfolgen, bestimmte Veränderungen durch Erziehung innerhalb eines bestimmten Sozialisationsbereiches zu erzielen (z. B. Verselbstständigung).

 

Qualität bei adelante

Die Qualitätsentwicklung der Hilfen zur Erziehung ist unter den Anforderungen der Behörde und der Jugendämter in den letzten Jahren stetig gestiegen. Seit Gründung des Trägers stellt sich adelante diesen Herausforderungen. Im Mai 2012 haben wir ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem (QMS) eingeführt. Unsere vielfältigen Qualitätsvorgaben leiten sich auf der Grundlage des Selbstverständnisses und des Leitbildes des Trägers ab.

Der Begriff von Qualität leitet sich bei adelante von den drei Grundwerten ab:

 

  • Empowerment
  • Exzellenz (Qualität)
  • Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie, Soziales und Governance)

Empowerment

Unsere Konzeptionen und damit unsere Arbeitsweise sind im Wesentlichen vom Konzept des Empowerments geprägt. Hierzu haben wir formuliert:

  • Empowerment bedeutet, die Klient*innen zu ermutigen, ihre eigenen Stärken und Ressourcen zu entdecken, um diese zur Lösung ihrer Probleme einzusetzen
  • Empowerment geht davon aus, dass jeder Mensch nicht nur Einfluss auf sein eigenes Leben braucht, sondern auch, ungeachtet seiner Fähigkeiten, nehmen kann. Daher steht dieses Konzept u.a. für mehr Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit und Aktivierung der eigenen Ressourcen

Exzellenz (Qualität)

Unser Qualitätsmanagement orientiert sich nicht nur an der Erfüllung der internationalen Norm, sondern auch vielfältige Qualitätsvorgaben auf der Grundlage des Selbstverständnisses und des Leitbildes des Trägers wie z. B. regelmäßige Fallbesprechungen, PZVGs, Fortbildungen, Coachings etc.
Wir liefern nachweislich qualitativ hochwertige Arbeit und garantieren eine kundenorientierte und transparente Dienstleistungsqualität, die ständig auf dem Prüfstand steht und messbar ist.

Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden haben höchste Priorität.

Qualität und Exzellenz bedeuten in diesem Zusammenhang auch:

  • Hochwertige Arbeitsmittel und –umgebung zur Verfügung zu stellen
  • Eine offene Fehler-Lern-Kultur zu etablieren (z. B. BS Retrospektive)
  • Sich kontinuierlich weiter zu entwickeln (einzelne Mitarbeitende, Team, Träger) als kontinuierlicher Verbesserungsprozess
  • Streben danach nicht nur „gut“, sondern exzellent zu sein: voran zu gehen, „Speerspitze“ und Impulsgeber zu sein, Chancen zu nutzen, vortrefflich zu sein

Nachhaltigkeit

Für adelante ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor für eine qualitativ gute und soziale Arbeit.

Wir beschränken uns nicht „nur“ auf Umweltthemen, sondern sind bestrebt, Nachhaltigkeit ganzheitlich in die Beratungs- und Betreuungsarbeit einfließen zu lassen.

Nachhaltigkeit umfasst die Bereiche Ökologie, Ökonomie und Soziales und Governance – die Regelungs- und Steuerungsstruktur des Trägers.

Anhand dieser Kategorien werden konkrete Unternehmensziele abgeleitet.

Nachhaltigkeit als Prinzip des Managements bedeutet bei adelante u. a. auch:

  • Blick aufs „große Ganze“ zu haben und zu behalten
  • Verantwortungsbewusster Umgang mit vorhandenen Ressourcen wie Arbeitskraft der Mitarbeitenden, wirtschaftliche Aspekte, Arbeitsmittel etc.
  • Umfassendes und stetiges Abwägen der Interessen, Möglichkeiten und Grenzen B. bei Anschaffungen im BS oder in der Geschäftsstelle oder Einstellungen
  • Wachstum und Entwicklung der Einzelnen, des Teams und des Trägers ganzheitlich betrachten