Resilienz – Verhalten bei der Arbeit (Teil 4 von 7)

| Sven Kuhfuss | Qualitätsmanagement
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Resilienz – Verhalten bei der Arbeit (Teil 4 von 7)

Oftmals wird Resilienz auf die eigenen Stärken und persönlichen Ressourcen hin betrachtet. Jedoch gibt es auch Ansätze in Bezug auf die Verhaltensweise einer Person bei stressigen Situationen.

Das Verbundprojekt "Resilire - Altersübergreifendes Resilienz-Management" https://www.resilire.de/index.php

hat sich mit resilientem Verhalten bei der Arbeit, organisationaler Resilienz und Team-Resilienz befasst. In diesem und den weiteren zwei Teilen dieser Blog-Serie gehe ich genauer darauf ein.

Resilientes Verhalten bei der Arbeit beschreibt Verhaltensweisen der erfolgreichen Bewältigung von Problemen bei der Arbeit. Dieses Verhalten ist durch vier Facetten gekennzeichnet:

  • emotionale Bewältigung
  • positive Umdeutung
  • umfassende Planung
  • fokussierte Umsetzung

Etwas konkreter betrachtet heißt das, wie gehe emotional damit um, wenn mir ein*e Klient*in kurzfristig einen Termin absagt? Stresst oder ärgert es mich?

Wie gelingt eine positive Umdeutung? Ich könnte z. B. anerkennen, dass die Klient*in immerhin abgesagt hat und mich darüber freuen, dass sie es tat im Gegensatz zu vorherigen Terminen, die sie nicht wahrnahm und ich vergebens auf sie wartete.

Wie sieht meine umfassende Planung aus? Kurzfristig könnte ich direkt versuchen einen neuen Termin mit ihr abzusprechen und dann im Termin erneut verdeutlichen, was es für Konsequenzen es hat, wenn sie immer wieder Termine absagt.

Gemeinsam kann ich dann mit der Klient*in vereinbaren, wie wir in Zukunft damit umgehen, damit es zu weniger Ausfällen von Terminen kommt (fokussierte Umsetzung).

Bei diesem kleinen Beispiel wird deutlich, dass der erste Schritt der emotionalen Bewältigung einer Situation, die mich ärgert und/oder stresst sehr bedeutsam ist. Je schneller mir das gelingt, desto zügiger kann ich wertvolle Energie in eine positive Richtung lenken und das Problem gezielt angehen.

Gleichermaßen wird klar, dass nicht nur die 7 Säulen der Widerstandsfähigkeit - wie in den Teilen 2 und 3 beschrieben - zu stärken sind, sondern es ebenso auf meine Reaktion auf die jeweilige Situation ankommt und ich hier gezielt mein Verhalten reflektieren und steuern kann, um resilienter bei der Arbeit mit herausfordernden Momenten umzugehen.

Für weitere Informationen nehmen Sie Kontakt mit uns auf:

adelante Jugendhilfe GmbH
Lilly-Giordano-Stieg 5
22763 Hamburg

Telefon: 040 / 38 63 04 60
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